Wie bist du damals zur Mannheimer Bläserphilharmonie gekommen?
Über meinen Schlagzeuglehrer Dominique Civilotti, der mir die MBP sehr empfohlen hat. Ich war damals Schüler an der Musikschule in Heilbronn, und nach meinem Umzug für meine Ausbildung zum Physiotherapeuten nach Mannheim bin ich sofort beigetreten. 2021 war dann mein erstes Konzert.
Kamen deine Kompetenzen als Physiotherapeut schon einmal im Orchester zum Einsatz? Zum Beispiel nach langen Proben oder Schlagzeugtransporten?
Gelegentlich kommt schon mal jemand mit Wehwechen zu mir, dann helfe ich natürlich, wo ich kann, zum Beispiel beim Tapen eines Sprunggelenkes – ist aber zum Glück eine Seltenheit.
Jetzt hast du beruflich einen neuen Weg eingeschlagen.
Ich bin im ersten Semester meines Schulmusik-Studiums an der Musikhochschule Mannheim. Musik war eigentlich schon immer mein Plan. Während Corona und meinem FSJ bin ich in die Physiotherapie gerutscht, was ich auch gern gemacht habe, aber irgendwann wollte ich doch wieder mehr Musik machen.
Hat die MBP auf diesem Weg eine Rolle zum Musikstudium gespielt?
Auf jeden Fall. Während meiner Ausbildung war die MBP das Einzige, wo ich musikalisch aktiv geblieben bin. Und das hat mir total geholfen, dranzubleiben und die Freude am Schlagzeugspielen nicht zu verlieren.
Was macht das Orchester für dich besonders?
Ganz klar die Leute. Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden. Und wir spielen auf einem echt hohen Niveau. Mein Schlagzeugregister ist für mich natürlich das Highlight.
Du bist seit einem Jahr gemeinsam mit Tabea Schubert Orchestersprecher. Was gehört zu deinen Aufgaben?
Ich vertrete die Interessen des Orchesters im Vorstand und spreche Dinge an, wenn es irgendwo hakt – egal ob im Orchester oder zwischen Orchester und Vorstand. Außerdem sind wir für neue Mitglieder zuständig, also die erste Anlaufstelle für alle, die dazukommen wollen.
Wenn du auf die letzten Jahre zurückblickst: Wie siehst du die Entwicklung des Orchesters?
Ich glaube, wir können jedes Jahr stolz sein. Wir spielen starke Konzerte und begeistern viele Leute. Und als Orchester sind wir in letzter Zeit noch enger zusammengewachsen – vor allem beim internationalen Wettbewerb in Riva del Garda im April dieses Jahres. Auch das Projekt des neu gegründeten Schlagzeugensembles „sforzato piano“ im Herbst hat uns richtig weitergebracht.
Was möchtest du als Orchestersprecher gerne bewegen?
Mir ist wichtig, dass alle hier maximal Spaß haben und sich wohlfühlen. Außerdem würde ich gern das Orchester weiter vergrößern. Einige Register können Zuwachs gebrauchen.
Worauf freust du dich im nächsten Jahr am meisten?
Ganz klar: auf unsere Reise nach Brasilien. Ich glaube, das wird ein unfassbar cooles Projekt für alle, die dabei sind. Und natürlich freue ich mich auf unsere Konzerte und das neue Programm – ich denke, da kommt echt was Besonderes auf uns zu.
Und Dein Highlight bei diesem Konzert?
Als Schlagzeuger – auf jeden Fall die zweite Konzerthälfte! Da ist richtig Party bei uns im Register.